Presse 2003

26.03.2003 Mittelbayerische Zeitung Über 1000 Arbeitsplätze für Biotechnologie
Ministerpräsident Edmund Stoiber besichtigte gestern die Erfolge seiner High-Tech-Offensive
REGENSBURG. Solche Termine dürften für Edmund Stoiber Seelenbalsam sein: Keine Klagen über wegbrechende Branchen, Konkurse oder Entlassungen. Zwei Stunden lang besichtigte der Ministerpräsident gestern das Biotechnologiezentrum, das mit Millionenförderung des Freistaats von der Universität und der Stadt Regensburg aufgebaut wurde. Eine Stunde gab es Erfolgsbilanzen aus dem Mund von Professoren, die berichteten, was mit den Millionen aus der High-Tech-Offensive geschaffen wurde. Insgesamt 48 Millionen Mark habe Bayern für die Universität zur Verfügung gestellt, stellte Rektor Alf Zimmer fest. Die beste Nachricht verbreitete Oberbürgermeister Hans Schaidingcr fast nebenbei am Gang: Die Biotechnologie-Branche in Regensburg wird in diesem Jahr erstmals die Grenze von 1000 Arbeitsplätzen überschreiten.
Mit Hilfe der High-Tech-Offensive haben die Regensburger Wissenschaftler ein breites Fotschungsspektrum aufgebaut: Prof. Gerd Schmitz stellte Stoiber unter anderem die Array-Technologie vor. Auf einem Analyse-Chip können 80 Prozent des menschlichen Genoms untersucht werden. Ziel ist es, die Abschnitte herauszufinden, die für Krankheiten wie Darmentzündungen ausschlaggebend sind. Obwohl das Labor erst seit Januar in Betrieb sei, habe man bereits Aufträge für vier Monate, berichtete Schmitz.
Ein weiteres Standbein der Regensburger Biotechnologie-Aktivitäten ist die sogenannte Raft-Technologie. Sie ermöglicht es, einzelne Zellen zu untersuchen. Mit dieser Technik sei Deutschland Amerika weit voraus, so Schmitz.
Ministerpräsident Edmund Stoiber wird oft nachgesagt, dass er ungeduldig sei. Keine Spur davon im Biopark. Fast zwei Stunden hörte der Ministerpräsident aufmerksam zu. "Für einen Laien ist es ungeheuerlich, was sich da entwickelt", zog er sichtlich beeindruckt Zwischenbilanz.
Auf Nachfrage der MZ berichtete Stoiber, wie es zur Entscheidung gekommen war, neben München auch die Regensburger Biotechnologie zu fördern. "Die Fachleute haben mir geraten, alles auf München zu konzentrieren. Letztlich ist es aber eine politische Entscheidung", erzählte Stoiber. "Ich hatte das Gefühl, dass hier gute Leute sitzen", sagte Stoiber und zeigte stellvertretend auf Professor Schmitz.
Mit neuen Wünschen hielten sich die Vertreter der Stadt und der Universität auffallend zurück: Schließlich hat das bayerische Kabinett erst im Dezember weitere 4,5 Millionen Euro für den Biopark 2 genehmigt, der in diesem Jahr gebaut und nächstes Jahr in Betrieb gehen soll. Stoiber lieferte den Wissenschaftlern schließlich selbst die Vorlage für neue Wünsche: Auf die Frage, wer die deutschen Konkurrenten von Regensburg seien, verwies Prof. Schmitz auf Jena. Dort habe "Cleverle" Lothar Späth Großforschungseinrichtungen für Biotechnologie angesiedelt. "Da draußen wäre ein freier Bauplatz", sagte Schmitz und deutete aus dem Fenster.
Spring 2003, Edition 02 (March) News Life Science Bavaria, Bayern Innovativ Successful start of Center of Excellence for Fluorescent Bioanalysis in the BioPark Regensburg
The 1996 BioRegio Competition, the 1999 Bavarian High-Tech Offensive and the last BioProfile application in 2001 underlined the high potential for the conversion of analytical fluorescent bioanalysis and genetic engineering at Regensburg's universities and companies into marketable products.
The Competence Center of Fluorescent Bioanalysis offers R&D services and is a connecting link between Regensburg's universities and industry. The Center's scientific board consists of 7 professors frorn various departments of the University of Regensburg. Most of the current 16 projects belong to the highly innovative field of ´Array-Technology´ - combining fluorescent substances with antibodies or genes on special diagnostic-chips, in order to detect cancer, multiple sclerosis or coronary disorders and intestinal troubles. The projects aim to develop diagnostic methods for easy daily routine use at any medical center.